Snowboard

Infos rund ums Thema Snowboard

Snowboard header image 2

Lawinen, der weisse Tod

Mai 19th, 2008 · Keine Kommentare

 Eine Lawine ist nicht mehr als eine große Masse an Schnee, die sich von Abhang löst und Richtung Tal rutscht. Dabei kann sie eine so hohe Kraft entwickeln, dass alles unter sich begräbt und sogar Bäume entwurzelt und mitreißt. Viele Menschleben haben solche Lawinen schon gekostet; die meisten haben die Opfer selbst ausgelöst, indem sie außerhalb der Piste manche Dinge nicht beachtet haben, nicht erfahren genug oder schlichtweg zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

Lawine

Bevor ihr Verhaltensregeln bei einer Lawine kennenlernt, solltet ihr erst einmal wissen aus was eine Lawine besteht und wie sie ausgelöst wird. Dazu unterscheiden wir in zwei grundsätzliche Kategorien: Die Lockerschneelawine und die Schneebrettlawine. Lockerschneelawinen beginnen von einem Punkt und enden meist harmlos, weil sie selten große Schneemassen mitnehmen. Bei Schneebrettlawinen hingegen lösen sich ganze Schneetafeln und können sehr groß und gefährlich werden. Schneebretter lösen sich, weil der Schnee geschichtet am Hang liegt. Dies liegt an unterschiedlichen Wetterbedingungen, die lockeren Schnee und festen Schnee unterschiedlich „stapeln“. Geht so ein Schneebrett von selbst los, spricht man von einer Spontanauslösung. Eine künstliche Auslösung ist nicht nur die gewollte, mit Sprengstoff gestartete, sondern auch die ungewollte. Die Letztere wird durch den Snowboarder selbst ausgelöst, wenn dieser die Schneedecke falsche einschätzt oder wichtige Punkte nicht beachtet. Damit sind wir gleich im Thema – Was muss ich beachten?! Die entscheidende Grundlage für euer Handeln ist immer der Lawinenschneebericht, der telefonisch oder im Internet angeboten wird. Weiterhin sollte der Hang nach Fahr- und Begehbarkeit überprüft und eine Tour anhand der Wetter- und Schneelage geplant werden. Sogenannte Handlungsstrategien werden bei einer Abfahrt angewendet und werden in Risikomanagementseminaren vermittelt, dazu gehört z.B. die Stop-Go Strategie, die Snowcard und weitere. Diese Handlungsstrategien zielen auf die Risikoreduktion bei maximalem Fahrspaß.
Solltet ihr trotz aller Vorbereitung doch mal in eine akute Lawinengefahren geraten, sollte man durch die Schussflucht oder Fahren auf eine Kuppe versuchen auszuweichen, hoffen wir doch, dass diese Maßnahmen niemals notwendig sein werden.
Anstatt dessen ist eine gute Vorbereitung bei Backcountrytrips und eine gute Ausrüstung das A und O. Erfahrene Guides wissen Gefahren und Risiken sehr gut einzuschätzen und sind deswegen immer ihr Geld wert. In diesem Sinne: Ride on!

Tags: Allgemein

0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.

Du musst eingeloggt sein um ein Kommentar zu schreiben.